Kai's KochBar
Suppen & Soßen
Bild: Pixabay

Suppen

Eine gute Suppe

Eine gute Suppe kann köstliche Hauptspeise, eine leicht zu variierende Vorspeise oder die Basis einer guten Soße sein.

Allgemein

Die Basis sind Suppenfleisch oder Suppenknochen, Suppengemüse und Gewürze. Alles wird zusammen über einen längeren Zeitraum gekocht. Je länger die Kochzeit und schonender die Temperatur, umso mehr Geschmack hat die Suppe.

Der Kochvorgang kann je nach Menge schon mal 2−4 Stunden in Anspruch nehmen; also die entsprechende Zeit einplanen.

Der Suppenansatz

Grundsätzliche Unterschiede ergeben sich je nachdem, wie Suppenfleisch und Suppenknochen angesetzt werden.

Beim »kalten Ansatz« werden Suppenfleisch und Suppenknochen in kaltem Wasser aufgesetzt. Man erhält eine helle Suppe, bei der im Kochvorgang das austretende Eiweiß abgeschöpft werden muss.

Beim »heißen Ansatz« kommt das Kochfleisch in kochendes Wasser. Diese Methode wird verwendet, wenn das Fleisch selber saftig bleiben soll. Ein typisches Gericht hierfür ist der Tafelspitz.

Beim »Röstansatz« werden Fleisch, Knochen und Zwiebel zuerst angeröstet und dann mit heißem Wasser abgelöscht. Es entsteht ein dunklerer Suppenansatz mit mehr Würze.

Zutaten & Gewürze

Grundsätzlich sollte nach eigenem Geschmack gekocht und gewürzt werden. Insbesondere schwankt die Zusammensetzung von Suppengrün auch jahreszeitlich.

Es sind folgende Zutaten üblich, wobei je nach Suppe variiert werden kann und sollte.

Welche Suppenmenge?

Als Hauptspeise rechnet man 500 ml Suppe pro Person. Ein Teller fasst ca. 250 ml.

Für 8 Personen braucht man als Hauptgericht bis zu 4 Liter Suppe, als Vorsuppe reicht die Hälfte.


Gekörnte Brühe (selbst gemacht)

Einfach alle Kräuter und das Gemüse putzen, grob zerkleinern und im Mixer weiter zerkleinern.

Wenn man es noch feiner wünscht, mit dem Mixstab fein pürieren.

Die Zutaten sind beliebig erweiterbar, es können einzelne Komponenten weggelassen oder ausgetauscht werden.

Jetzt auf je 100 g der fertigen Mischung je 10 g Salz geben, mischen und in Schraubgläser abfüllen.

Kühl aufbewahren, das Salz konserviert für mindestens 1 Jahr.

Die Mischung kann als Gewürz wie fertig gekaufte, gekörnte Brühe verwendet werden.


Schnelle Tomatensuppe

Die Brühe aufkochen und die passierten Tomaten zufügen. Mit den Zutaten ca. 5 Min. köcheln. Nach Geschmack würzen.

Frische Kräuter zum Schluss zufügen, getrocknete Kräuter mitkochen. Auf Wunsch mit etwas leicht angeschlagener Sahne verfeinern oder diese beim Servieren auf die Suppe geben.


Grießnockerlsuppe

Zuerst die weiche Butter schaumig rühren. Daraufhin das ganze Ei hinzugeben und wieder schaumig rühren. Mit Salz und einer Prise Muskat würzen. Dann den Grieß in einem Zug rasch unterrühren.

Die Grießnockerlmasse nun nicht mehr anrühren und mindestens eine ½ bis 1 h ruhen lassen.

Wasser in einem großen Topf aufkochen und salzen. Mit zwei Kaffeelöffel Grießnockerl formen und ins aufgekochente Salzwasser geben.

Die Nockerl rund ½ h sanft köcheln, eher nur ziehen lassen. In dieser Zeit werden aus den kleinen geformten Nockerl, schöne flaumige Grießnockerl.

Die Grießnockerl abseihen und im Suppentopf mit klarer, heißer Rindsuppe servieren. Die Grießnockerlsuppe mit fein geschnittenem Schnittlauch garnieren!

Tipp: Die Grießnockerl lassen sich nach dem Kochen gut einfrieren; einfach in der Suppe autauen.


Kartoffelsuppe

Kartoffeln schälen und würfeln. Speck und Zwiebel mit etwas Öl anbraten.

Die Kartoffeln dazugeben und mit Wasser auffüllen. Mit Pfeffer & Salz würzen und ca. 35 Minuten kochen.

Mit dem Pürierstab gut durchmixen. Bei Bedarf etwas Brühe angießen und zuletzt mit Muskat würzen.

Soßen

Einfache Bratensoße

Die Zwiebel (oder zwei Schalotten) in feine Würfel schneiden und in etwas Fett (oder Öl) goldbraun anbraten. Etwas Zucker darüber streuen und karamellisieren lassen.

Das Tomatenmark hinzugeben und anrösten. Mit der Brühe ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Eventuell mit Speisestärke zur gewünschten Konsistenz andicken.


Zwiebel-Sahne-Soße

Die Zwiebel in Streifen schneiden und in etwas Fett goldbraun anbraten. Den Räucherspeck zugeben, kurz anbraten und mit der Brühe aufkochen.

Mit etwas Tomatenmark (oder Ketchup) sowie Salz und Pfeffer würzen. Nach Geschmack und Vorliebe mit etwas Speisestärke andicken.

Schnell gemacht, passt gut zu Nudeln und vielen Fleischsorten, einschließlich Geflügel.


Erdnuss-Soße

Die Zwiebel (oder Schalotten) sehr fein würfeln und in etwas Öl oder Butter andünsten. Wenn die Zwiebeln Farbe annehmen, mit etwas Brühe ablöschen.

Die Erdnussbutter schrittweise zugeben und erhitzen; sie kann beim Erhitzen stark verdicken. Bei Bedarf mit Brühe ergänzen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Mit der Chilipaste (Sambal Oelek) und der Sojasoße würzen.

Tipp: Passt hervorragend zu Spießen von Geflügel- oder Schweinefleisch (Saté-Spieße).

Musterbild
Bild: KaBe

Curry-Soße

Das Tomatenmark kurz in Öl anbraten, dann mit den Tomaten, dem Apfelsaft und dem Essig ablöschen. Den Zucker und Curry hinzugeben und für circa 10 Minuten offen köcheln lassen.

Currysoße mit Salz, Paprikapulver, Pfeffer und Zucker abschmecken. Für zusätzliche Schärfe nach Belieben mit Tabasco oder Cayennepfeffer würzen.

Musterbild
Bild: Pixabay

Am besten schmeckt die warme Soße zu einer vorgebrühten, hellen Bratwurst; dazu passen natürlich Pommes hervorragend.

Dass die "echte Currywurst" im Ruhrgebiet erfunden wurde, ist für mich als gebürtiger Essener keine Frage.


die perfekte Bratensoße

In einem Bratentopf oder Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Zwiebel, Karotte und Sellerie darin anbraten, bis sie weich und leicht karamellisiert sind (ca. 5−7 Minuten).

Das Mehl über das Gemüse streuen und gut umrühren, damit es leicht angebräunt wird. Dies wird der Soße die notwendige Bindung verleihen.

Langsam die Brühe unter ständigem Rühren hinzufügen, um Klumpen zu vermeiden. Dann den Rotwein hinzufügen, falls gewünscht, und weiter rühren, bis die Soße beginnt, etwas dicker zu werden.

Die frischen Kräuter und das Lorbeerblatt in die Soße einrühren. Die Soße nun bei niedriger Hitze 10−15 Minuten köcheln lassen, damit sie weiter eindickt und die Aromen sich gut entfalten.

Mit Salz, Pfeffer und einem Teelöffel Zucker (falls gewünscht) abschmecken, um den Geschmack zu balancieren. Für eine besonders samtige Soße: durch ein feines Sieb passieren, um das Gemüse zu entfernen.

Die Soße in eine Sauciere oder direkt über das Fleisch gießen und servieren. Sie passt perfekt zu Braten, Geflügel, aber auch zu vegetarischen Gerichten wie Pilzen oder Wurzelgemüse.